Schweizer und Arbeitskosten: Bald könnte es indische Besatzungen an Bord geben
Eine Idee von Einsparungen, die zu tief geht. Swiss erwägt Berichten zufolge, indisches Kabinenpersonal zu niedrigeren Löhnen einzustellen [...].

Eine Idee von Einsparungen, die zu tief geht. Die Schweiz würde den Einsatz von Indisches Kabinenpersonal mit Gehältern von weniger als eintausend Franken pro Monat: eine Entscheidung, die die Debatte über die Grenzen der Kostendämpfung im europäischen Luftverkehr neu entfacht.
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Nach Angaben der Schweizer Presse haben die indischen Flugbegleiter würde wahrnehmen zwischen 580 und 950 CHF pro Monatgegenüber einem Durchschnitt von mehr als 3.800 Franken für das Personal in der Schweiz. Eine Spanne, die mehr als nur eine Frage über das Managementmodell des Lufthansa-Konzerns aufwirft, mit dem Ziel, die Betriebskosten auf dem europäischen Markt einzudämmen.
Lohndumping oder reine Rationalisierung?
Das Unternehmen hat das Projekt noch nicht offiziell bestätigt, aber das Thema wird bereits von Gewerkschaftsvertretern diskutiert. Die Hypothese, Besatzungen mit lokalen Verträgen zu beschäftigen, die weniger als ein Viertel des Schweizer Personals verdienen, eröffnet auch auf politischer Ebene eine heikle Front.
Die Schweiz spricht über eine mögliche betriebliche Rationalisierungaber es bleibt abzuwarten, wo die Grenze zwischen Effizienz und Lohndumping liegt. Es besteht die Gefahr, dass ein Präzedenzfall geschaffen wird: ein Modell, bei dem dieselbe Arbeit mit gleicher Verantwortung und Einheitlichkeit je nach Herkunftsland radikal unterschiedlich entlohnt wird.
Der Präzedenzfall und das Risiko einer Ansteckung
Dies wäre kein Einzelfall: In mehreren Bereichen des Luftverkehrs ist eine fortschreitende Entwicklung zu beobachten. Verlagerung von Arbeitskräften in Niedriglohnländerinsbesondere in operativen Funktionen. Der Schweizer Fall hat jedoch einen symbolischen Wert: Es handelt sich um ein Unternehmen, das bisher ein Gleichgewicht zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Respekt für die Bedingungen des Personals aufrechterhalten hat.
Die Einführung ausländischer Arbeitskräfte mit derart niedrigen Löhnen könnte andere Unternehmen dazu veranlassen, denselben Weg einzuschlagen, wodurch sich ein Kostenkrieg die den Arbeitsschutz und die Stabilität in diesem Sektor beeinträchtigen werden.
Eine Entscheidung mit hohem sozialen Risiko
Auch wenn es sich um eine interne Bewertung handelt, ist die Botschaft klar: Bei der Suche nach Gewinnspannen geht es zunehmend um die Eindämmung der Arbeitskosten. Aber eine so komplexe Rolle wie die des Flugbegleiters auf einen bloßen Haushaltsposten zu reduzieren, birgt die Gefahr, das Vertrauen nicht nur der Beschäftigten, sondern auch der Fluggäste zu untergraben.
Hinter den Zahlen und Strategien steht eine grundlegende Frage: Inwieweit ist ein Modell, das auf Kostensenkung abzielt, ohne die Ungleichheiten im Sektor anzugehen, nachhaltig?
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