Lufthansa kündigt Start der A380-Umrüstung an, die wie die 747 ein Frankenstein sein wird
Zunächst ein notwendiger Schritt zurück. Die Lufthansa hatte in den vergangenen Jahren mit einer alles andere als einfachen Situation auf [...] zu kämpfen.

Zunächst ein notwendiger Schritt zurück. In den letzten Jahren Lufthansa war mit einer alles andere als einfachen Situation an der Langstreckenkabinenfront konfrontiert.
In diesem Artikel:
Das Projekt Allegrisdie das Flugerlebnis der Gruppe revolutionieren sollte, wird immer noch von Verspätungen, komplexen Zertifizierungen, verschiedenen Großraumlösungen und einer Flotte mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten begleitet. Das Ergebnis ist eine uneinheitliche Business Classmit sehr unterschiedlichen Produkten und in einigen Fällen nun schwer gegen Wettbewerber zu verteidigen.

Gerade deshalb hat sich Lufthansa bei der Nachrüstung der A380 für eine auf Nummer sicher gehend.
Business Class: konservativ, aber eine gute Wahl
Für den europäischen Superjumbo wählte LH ein bewährtes Produkt: den Vantage XLein Sitz, der keiner Einführung bedarf. Es handelt sich um die gleiche Konfiguration wie in der A330neo von ITA-Fluggesellschaftensondern auch an Bord vieler anderer erstklassiger Unternehmen in aller Welt.

Keine Türen, also keine "Suite" im eigentlichen Sinne. Aber es gibt eine Gewissheit: alle Passagiere haben direkten Zugang zum Gangeine Voraussetzung für eine moderne Business Class. Die neuen Sitze, geliefert von Thompson Aero Seatingwerden sie anbieten:
- Sitzbreite von 58 cm
- vollständig flaches Bett von mindestens 2 Metern
- Bluetooth-Verbindung
- verstellbare Trennwände für mehr Privatsphäre und Komfort

Lufthansa Business Class
Ein deutlicher Sprung nach vorn gegenüber der aktuellen A380 Business, die jetzt über 78 Orteaber mit einer veralteten Konfiguration.
Fertige Zertifizierung: schnell
Ein weiterer wichtiger Punkt: Lufthansa kann sich auf eine bestehende Zertifizierung für diesen Stand. Das heißt: keine endlosen Wartezeiten, keine regulatorischen Engpässe. Der erste A380 wird im Februar in die Umrüstung gehen bei Elbe Flugzeugwerke und wird bereits im Frühjahr wieder in Betrieb gehen.
Berichten zufolge werden die Passagiere in der neuen Business Class fliegen können ab Aprilein fast "wundersames" Timing im Vergleich zu anderen jüngsten Erfahrungen bei LH.
Die Worte der Lufthansa
Heiko Reitz, Hub Manager München, fasst die Strategie wie folgt zusammen:
"Lufthansa betreibt die einzige bedeutende A380-Flotte in der Europäischen Union, die an einem Fünf-Sterne-Flughafen stationiert ist. Diese Umrüstung unterstreicht unser Engagement, ein erstklassiges Flugerlebnis in einem der beliebtesten Flugzeuge unserer Kunden zu bieten. Die neuen Sitze bieten viel mehr Privatsphäre und Komfort als je zuvor."
Was ist mit dem Rest des Flugzeugs? Nichts wird sich ändern
Die Presseerklärung spricht ausschließlich von Business Class. Und das bedeutet nur eines: Der Rest des Flugzeugs wird so bleiben, wie er jetzt ist eine andere Wahl als die für die 747/8 angekündigte, bei der stattdessen die neuen Kabinen eingesetzt werden.
In der Praxis wird die Zahl der Business-Sitze von 78 auf 68 sinken, so dass die einzige Änderung könnte darin bestehen, dass das gesamte Obergeschoss als Geschäftsraum genutzt wird (zusätzlich zur ersten Klasse) Die schnellen Umrüstzeiten lassen keinen Zweifel, wird ein Notbehelf seinaltes First, neues Geschäft und alte Sitze im Erdgeschoss: kleine Bildschirme, veraltete (und oft kaputte) Steckdosen, viel weniger moderne Sitzgelegenheiten als in Allegris.
Schlussfolgerung

Während die Lufthansa darauf wartet, dass Allegris endlich flottenweit stabil läuft, wählt sie einen pragmatischen Weg: ein bekanntes, geschätztes und zuverlässiges Produkt. Kein "Suite mit Tür"-Effekt, aber eine deutliche Verbesserung des Reiseerlebnisses.
Und in Anbetracht der Probleme der letzten Jahre, Diesmal ist es wahrscheinlich die klügste Entscheidung, auf Nummer sicher zu gehen..
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