Bloombergs "Bombe" über Lufthansa: Was die Boeing 787 Allegris riskieren
Der gerade begonnene Monat verspricht, für die kurz- bis mittelfristigen Geschicke der Langstreckenflotte entscheidend zu sein [...].

Der soeben begonnene Monat verspricht, entscheidend zu werden für das kurz- bis mittelfristige Schicksal der Langstreckenflotte von Lufthansa: im Februar, schreibt Bloomberg, ist in der Tat Eine neue Inspektion der Federal Aviation Administration (FAA) der Business Class-Kabine der Boeing 787-9 "Allegris" der deutschen Fluggesellschaft steht an.
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Wenn die Inspektion erfolgreich verläuft, kann Lufthansa die Buchungen für die gesamte Kabine ab April öffnen. Sollte jedoch erneut etwas schiefgehen, wird die Fluggesellschaft bis mindestens Juni nicht in der Lage sein, 24 der 28 Business-Class-Sitze in ihren neuen Dreamlinern zu verkaufen., schreibt Bloomberg. Also, wenn die Hauptsaison von Dummer 2026 bereits begonnen hat.
Die Frage der FAA-Zertifizierung der "Allegris"-Kabine der deutschen 787 zieht sich nun schon seit über einem Jahr hin. Wie den TFC-Lesern bekannt ist, verfügt die Kabine über mehrere verschiedene Arten von Sitzen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften und Platzverhältnissen, was die FAA dazu veranlasst hätte, grünes Licht zu geben, mit Ausnahme der ersten Sitzreihe, in der sich die vier Suiten mit Türen befinden.
Die Lufthansa war es leid, auf das grüne Licht der Amerikaner zu warten, und beschloss dennoch, die neuen 787 ab September letzten Jahres in ihren Flugplan aufzunehmen, und gleichzeitig nur 4 der 28 Sitze in der Business-Kabine verkaufen können (sondern die gesamte Premium Economy mit 28 Sitzen und die gesamte Economy mit 231 Sitzen verkaufen können). Der Punkt ist, dass insbesondere auf Langstreckenflügen gerade die Sitze in den oberen Kabinen (First und Business) den Unternehmen die größten Gewinnspannen bescheren, was bei den 787 "Allegris" bisher nicht der Fall ist. Die Lufthansa hat bereits acht davon in ihrer Flotte, weitere 16 warten auf ihre Auslieferung.

Die Dreamliner sind nicht die einzigen Flugzeuge, die der Frankfurter Fluggesellschaft Kopfzerbrechen bereiten: Die "Allegris" werden demnächst auch in Boeing 747-8 eingebaut, allerdings aller Voraussicht nach nur im Hauptdeckweil der Platz für die neuen Sitze in der oberen Kabine nicht in die reduzierten Abmessungen der Kabine passen würde, was dazu führen würde, dass es zwei verschiedene Arten der Business Class im selben Flugzeug (der "Barbone" Matteo Rainisio nannte es eine "Frankenstein-Konfiguration").

Lufthansa kündigte außerdem ein Upgrade ihres Airbus A380 Businessdie eine 1-2-1-Konfiguration anstelle der derzeitigen 2-2-2-Konfiguration und neue Sitze haben wird, aber sowohl First und Premium Economy als auch Economy werden die alten bleiben (ein weiterer 'Frankenstein').
Als ob das nicht schon genug wäre, gibt es da noch den Fall der Boeing 777-9, die die Fluggesellschaft schon vor einigen Jahren hätte erhalten sollen und die immer noch nicht von der FAA zugelassen wurde. Lufthansa wird voraussichtlich die erste Maschine aus Everett erhaltenAber selbst bei diesem Flugzeug droht der unbekannte Faktor Allegris, für dessen Zulassung die FAA zusätzliche Inspektionen und Kontrollen verlangen kann, was die tatsächliche Inbetriebnahme des Flugzeugs weiter verzögert.
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FRA



