Mitnahme einer Drohne ins Flugzeug: Regeln, Batterien und was Sie wissen müssen
Sie haben eine Drohne gekauft, eine Reise geplant und fragen sich nun, ob Sie sie mit ins Flugzeug nehmen können. Die Antwort [...]

Sie haben eine Drohne gekauft, eine Reise geplant und fragen sich nun, ob Sie sie mit ins Flugzeug nehmen können. Die kurze Antwort lautet: Ja. Die lange Antwort erfordert ein paar Minuten Aufmerksamkeit, denn es gibt genaue Regeln zu beachten, insbesondere in Bezug auf die Batterien.
In diesem Artikel:
Wie SportgeräteDie Mitnahme einer Drohne in ein Flugzeug ist nicht unmöglich, wenn man sperrige Gegenstände oder anderes spezielles Material mit sich führt, aber man muss wissen, was zu tun ist. Andernfalls riskieren Sie, dass Ihnen ein Mitarbeiter am Check-in sagt: "Das darf nicht mitgenommen werden", und Ihre Reise ist ruiniert, noch bevor Sie überhaupt abfliegen.
Kann man eine Drohne mit ins Flugzeug nehmen?
Ja, Drohnen können geflogen werden, sowohl von Hobbyisten als auch von Profis. Das Problem ist nicht die Drohne selbst, sondern ihre Batterien. Moderne Verbraucherdrohnen verwenden Lithiumbatterien, und für Lithiumbatterien gelten beim Fliegen sehr genaue Regeln.

La IATA-Vorschriften (International Air Transport Association) erklärt, dass Lithiumbatterien in der Kabine mitgeführt werden können, allerdings mit genauen Beschränkungen der Energiekapazität gemessen in Watt-Stunden (Wh). Die Fluggesellschaften halten sich an diese Richtlinien, mit kleinen Abweichungen je nach Unternehmenspolitik.
Die wichtigste Einschränkung ist die folgende: Batterien bis zu 100 Wh sind in der Regel ohne Probleme erlaubt. Zwischen 100 und 160 Wh benötigen Sie die Genehmigung der Fluggesellschaft. Über 160 Wh darf man nicht mehr aufsteigen, Punkt. Die meisten Verbraucherdrohnen, wie z. B. die DJI Mini, Air und Mavic, haben Akkus mit deutlich unter 100 Wh. Aber man muss wissen, wie man rechnen muss.
So berechnen Sie die Wattstunden der Batterie
Dies ist der wichtigste Teil. Wenn das Akkupaket bereits die Wert in Wh ist alles in Ordnung, aber oft findet man nur mAh (Milliampere-Stunde) und V (Volt). In diesem Fall müssen Sie eine einfache Berechnung durchführen:
Wh = (mAh × V) ÷ 1000
Nehmen wir einige praktische Beispiele mit beliebten DJI-Drohnen:
- DJI Mini 22250 mAh Akku, 7,7 V → (2250 × 7,7) ÷ 1000 = 17,3 Wh
- DJI Mini 32453 mAh Akku, 7,38 V → (2453 × 7,38) ÷ 1000 = 18,1 Wh
- DJI Mini 3 Plus3850 mAh Akku, 7,38 V → (3850 × 7,38) ÷ 1000 = 28,4 Wh
Wie Sie sehen können, sind wir alle weit unter der 100-Wh-Grenze. Selbst größere Drohnen wie die Mavic Air oder Phantom 4 haben kaum mehr als 60-70 Wh. Wenn Sie eine größere, professionellere Drohne haben, sollten Sie vor dem Start immer die technischen Daten prüfen.
Handgepäck oder aufgegebenes Gepäck?
Hier ist die Regel sehr klar: die Drohne kann im Laderaum untergebracht werden, die Batterien müssen immer in der Kabine bleiben. Immer. Ohne Ausnahme.
Der Grund dafür ist einfach: Lithiumbatterien können Feuer fangen, wenn sie beschädigt oder kurzgeschlossen werden. In der Kabine kann die Besatzung sofort eingreifen, im Frachtraum nicht. Selbst wenn Sie also die Drohne im Trolley verschicken, bewahren Sie die Batterien in Ihrem Handgepäck auf. In der Praxis haben die meisten Leute alles in der Kabine dabei: Drohne, Fernsteuerung, Batterien, Zubehör. Das ist bequemer und sicherer, und Sie vermeiden das Risiko, dass Ihr Gepäck verloren geht.
Wie viele Batterien können Sie mitnehmen?
Die meisten Unternehmen gestatten die Mitnahme von Ersatzakkus in der Kabine, allerdings mit Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl und der Gesamtkapazität. Im Allgemeinen sprechen wir von 2-4 Batterien für Verbraucherdrohnen, aber jedes Unternehmen hat leicht unterschiedliche Regeln.
Ryanair zum Beispiel erlaubt bis zu 15 Geräte mit Lithiumbatterien, solange jede Batterie unter 100 Wh liegt. Andere Fluggesellschaften geben eine Höchstzahl von Ersatzakkus an (in der Regel 2-4). In der Praxis empfiehlt es sich immer, vor der Reise die Richtlinien der Fluggesellschaft zu prüfen, mit der Sie fliegen. Auf der Website gibt es immer einen Abschnitt über gefährliche Gegenstände oder Lithiumbatterien.
Wie man die Drohne im Flugzeug verpackt
Batterien müssen vor Kurzschlüssen geschützt werden. Das bedeutet, dass die Metallkontakte nicht mit anderen Metallgegenständen wie Schlüsseln, Münzen oder anderen Batterien in Berührung kommen dürfen.
Am einfachsten ist es, die Batterien in ihrer Originalverpackung oder in separaten Plastiktüten aufzubewahren. Viele DJI-Drohnen haben Akkus mit freiliegenden Kontakten, daher sollten sie mit Vorsicht behandelt werden.
Für die Drohne selbst ist ein Hartschalenkoffer immer die beste Wahl, vor allem, wenn Sie oft reisen. Die ist kompatibel mit DJI Mini 4 Pro, Mini 3 und Mini 3 Pro: hochfestes ABS-Gehäuse, mehrschichtiger EVA-Schutz, Platz für Drohne, RC/RC2-Controller, 3 Batterien und diverses Zubehör. Wenn Sie eine Mini 2 haben, ist die ist perfekt: wasserdichtes, schlagfestes PP-Gehäuse, maßgeschneiderter Innenschaum und Platz für 5 Akkus zusätzlich zur Drohne und der Fernsteuerung.
Ein letztes Detail: Manche empfehlen, mit dem teilweise entladene Batterienum 30-50%, um das Risiko im Falle einer Beschädigung zu verringern. Sie ist nicht obligatorisch, aber eine Vorsichtsmaßnahme, die viele ergreifen.
Eine wichtige Erinnerung
Die Drohne ins Flugzeug zu bekommen ist der einfache Teil. Sie an ihren Bestimmungsort zu fliegen, kann komplizierter sein. In vielen Ländern gibt es spezielle Vorschriften, wo und wie Drohnen eingesetzt werden dürfen: Registrierungspflicht, Lizenz, Flugverbot in bestimmten Gebieten.
Prüfen Sie vor der Abreise immer die örtlichen Vorschriften des Bestimmungslandes. An manchen Orten ist das Fliegen sehr frei, an anderen ist es streng geregelt. Informieren Sie sich lieber vor als während Ihres Urlaubs. Aber was den eigentlichen Flug betrifft, so sollten Sie keine Probleme haben, wenn Sie die Vorschriften für Batterien beachten. Ihre Drohne wird bei Ihnen ankommen, bereit zum Fliegen.




